Regelkunde

19 Grad – Neopren ist heute erlaubt

 

Triathlon – auf den ersten Blick eigentlich eine „simple“ Ausdauersportart, bei der Schwimmen, Radfahren und Laufen direkt aufeinander folgen und am Ende der schnellste Athlet gewinnt. So weit, so gut. Doch wie jede andere Sportart gibt es auch im Triathlon ein Regelwerk, das jeder Sportler kennen sollte, bevor er an den Start einer der zahlreichen Wettkämpfe geht.

 

Es folgt ein kleiner Auszug aus dem Regelwerk der DTU – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Unter folgendem Link lassen sich die Regeln vollständig nachlesen, was auch auch jedem Athleten nur ans Herz gelegt werden kann.

http://www.dtu-info.de/a/dateien/regelwerk-ordnungen/Ordnungen/spo_2017_1_1.pdf

 

Schwimmen

Beim Schwimmen darf die Startnummer NICHT getragen werden. Es gibt im Regelwerk der DTU klare Vorgaben, bis zu welcher Wassertemperatur ein Neoprenanzug getragen werden darf. Es gelten folgende Regelungen:

 

Sprint- und Kurzdistanz

14,0 bis 21,9 Grad – Neopren kann getragen werden
> 21,9 Grad – Neopren ist verboten

 

Mittel- und Langdistanz
14,0 bis 15,9 Grad – Neopren ist Pflicht
16,0 bis 24,5 Grad – Neopren kann getragen werden
> 24,5 Grad – Neopren ist verboten

 

Abweichend davon sind Eliterennen (Liga), bei denen generell ab 20 Grad ohne Kälteschutzanzug geschwommen wird. Unterschreitet die Wassertemperatur die Grenze von 14 bzw. 16 Grad (abhängig von der Distanz), findet kein Schwimmen statt. Eine Verkürzung des Schwimmparts ist entgegen der landläufigen Meinung nicht vorgesehen.

 

Radfahren

Die Startnummer MUSS beim Radfahren hinten getragen werden. Bei Rennen im Amateursport gilt in der Regel die WIndschattenregel der DTU. Vom Vorderrad des Vorausfahrenden bis zum eigenen Vorderrad muss eine 12m lange Windschattenbox gemessen werden können. Das besagt, dass zwischen den Rädern (vom Hinterrad des Vordermann bis zum eigenen Vorderrad) ca. 10m Abstand verbleiben müssen. Zum Überholen darf die Windschattenbox (siehe Sportordnung) durchquert werden. Der Vorgang sollte jedoch „so schnell wie möglich“ geschehen. Die Windschattenregel gilt nicht an Verpflegungsstationen, sowie 500m nach und hinter der Wechselzone. Wird ein Radfahrer überholt (das Vorderrad des Überholenden ist vor dem eigenen), ist der Überholte in der Pflicht, die Windschattenbox der Überholenden wieder schnellstmöglich zu verlassen. Beim Radfahren gilt das Rechtsfahrgebot – auch an Verkehrsinseln und in Kreisverkehren.
Bei Rennen der Elite (Liga) gelten oft andere Regeln (Windschattenfreigabe, Windschattenbox im Team, usw.), über die man sich vor einem Wettkampf informieren sollte.

 

Laufen

Die Startnummer MUSS vorne getragen werden. Besonders beim Laufen sei auf die Regeln „Begleitung/ Annahme von Hilfe“ hingewiesen, die aber auch ausnahmslos während des gesamten Wettkampfs gelten. Es ist nicht erlaubt, sich von außenstehenden Personen begleiten zu lassen oder deren Hilfe anzunehmen. Dazu zählen z.B. auch folgende Szenarien: Anreichen von Verpflegung eines Helfers außerhalb eines vom Veranstalter markierten Bereichs, Begleitung als Motivation beim Laufen oder auch das Anreichen einer Jacke durch einen Betreuer.

 

Weitere Regelungen

Es ist nicht erlaubt, Musikabspielgeräte oder andere technische Geräte (z.B. Handy zur Aufzeichnung von Daten) während des Wettkampfs mitzuführen oder gar zu benutzen. Selbstverständlich sollte es für die Teilnehmer an Wettkämpfen zudem sein, keine Abfälle außerhalb der dafür vorgesehenen Stellen zu entsorgen. Die beiden dargestellten Vergehen führen zur sofortigen Disqualifikation.

 

Karten

Kampfrichter können mit den Karten Gelb, Blau und Rot auf Verstöße reagieren. Die gelbe Karte ist eine Verwarnung, die blaue Karte zieht eine Zeitstrafe (Windschattenfahren) nach sich und die rote Karte bedeutet „Disqualifikation“. Bei drei Karten oder einer roten wird der Teilnehmer disqualifiziert, darf den Wettkampf aber beenden.